Martin Galle
Dunkelheit, Zirkus und Malereidiskurs.
Galle widersetzt sich seiner eigenen Virtuosität vehement. Mit fast fotorealistischer Präzision gelingen ihm Landschaftsbilder, Interieurs und Straßenszenen. Doch er bricht die Perfektion auf der malerischen, wie auf der Ebene des Sujets. Figuren tragen Masken, fahriges Grafitti legt sich über romantische Landschaftsbilder und tief schwarze, ins Abstrakte kippende Farbflächen konterkarieren den souveränen Umgang mit Licht und Raum. Hier kulminieren die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Malerei sowie mit der zeitgenössischen Wirklichkeit und der künstlerischen Produktion unter den Bedingungen beider Aspekte.
[ASPN, 2011]
Darkness, Circus and Discourse of Painting.
Galle zealously struggles against his own virtuosity. He renders landscapes, interiors, street scenes with effortless photorealist precision. And yet he opts to interrupt perfection on the levels of both technique and subject. Figures wear masks, erratic graffiti creeps across romantic landscape paintings and areas of deep black colour, on the verge of abstraction, counteract the masterly use of light and space. This approach marks the culmination of his exploration of the history of painting, as well as of contemporary reality and the circumstances of artistic production.
[ASPN, 2011]
